Ich habe lange nichts geschrieben, hier kommt was neues:
Letztes Jahr im September waren wir mit unserer Tochter bei der Kindervorsorgeuntersuchung U7. (Alles war in Ordnung, aber das soll hier gar nicht Thema sein.) Vor einigen Tagen erreichte uns jetzt ein Brief der LIGA.NRW, worin uns das gute Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit daran erinnerte, dass vor wenigen Tagen der vorgesehen Zeitraum für die U7 abgelaufen sei. Wir mögen sie doch bitte nachholen, oder - falls schon geschehen - kurz telefonisch, schriftlich, auch per Email, Bescheid sagen, dass die Untersuchung stattgefunden hat.
Als internet-affiner Zeitgenosse habe ich der LIGA gerne eine Email geschrieben, als politisch interessierter und kritischer Mitbürger nicht ohne anzumerken, dass der vorgesehen Zeitraum für die Untersuchung nicht etwa wenige Tage zurückliegt, sondern Ende September auslief.
Für derartige, kritische Anmerkungen scheint die LIGA kein Personal übrig zu haben. Wohl aber genug, um mir ausführlich mitzuteilen, ich möge doch die entsprechenden Seiten des gelben Untersuchungsheftchens, in dem die Untersuchungsergebnisse stehen, kopieren und ihnen zusenden. Wie schon im ersten Brief hatte kein Sachbearbeiter mit Namen unterschrieben. Wie schon im ersten Brief waren die Ausführungen begleitet von der - sagen wir - "Information" , dass man nach 30 Tagen die entsprechende städtische Behörde einschalten würde, die dann weiter nachforschen wurde.
Mit anderen Worte:
Die Erinnerungsfunktion der Behörde kam viel zu spät. Die Erinnerungsfunktion kam unnötigerweise, da ich ja mit Hannah bei der U7 war. Die Erinnerungsfunktion gibt sich nur mit schriftlichen Beweisen zufrieden. Und droht ansonsten mit Besuchen des Jugendamts.
Für mich klingt das, bei allem guten Willen, danach, dass ich auf Grund von spärlichen Indizien, nämlich dass mein U7-Besuch irgendwie nicht bei dieser Behörde dokumentiert worden ist, unter Verdacht gerate und nun selbst Beweise und Belege beibringen muss, um den Verdacht auszuräumen. Tue ich das nicht, muss ich mit Konsequenzen rechnen. Ausserdem klingt das für mich nach Verschwendung von Steuermitteln in einen massiven Verwaltungsapparat. Diejenigen, die diese Briefe an mich schreiben, wären besser beschäftigt, vor Ort in gefährdeten Familien nach dem Rechten zu sehen oder meinetwegen junge Eltern ein- oder zweimal zu besuchen und Hilfe anzubieten.
Dienstag, 19. Januar 2010
Montag, 26. Oktober 2009
Carrotmob Bonn
Der Carrotmob im Bonner Bioladen Biokultur im Bonner Talweg war wohl recht erfolgreich und ich war dabei. Laut Angaben der Veranstalter auf der offiziellen Webseite ist ein Umsatz von 2269,43€ erzielt worden. Zugesagt wurde, dass davon 20%, also 453,89€, für Energiesparmaßnahmen eingesetzt werden.
Ich bin gespannt, wie die konkreten Projekte aussehen, und was dort erreicht worden ist. Derweil genieße ich jetzt erstmal noch eine Scheibe von dem dort erstandenen Biobrot mit dem vegetarischen Tomate-Käse-Brotaufstrich. :-)
Ich bin gespannt, wie die konkreten Projekte aussehen, und was dort erreicht worden ist. Derweil genieße ich jetzt erstmal noch eine Scheibe von dem dort erstandenen Biobrot mit dem vegetarischen Tomate-Käse-Brotaufstrich. :-)
Dienstag, 6. Oktober 2009
Absicht?
Mag sein, dass ich naiv bin, wenn ich das hier als Neuigkeit oder brisant empfinde. Ich möchte trotzdem auf zwei Vorgänge hinweisen, die in meinen Augen eine gewisse Unehrlichkeit unserer Regierung aufzeigen:
Vielleicht urteile ich ja vorschnell. Vielleicht knickt die FDP ja nicht ein. Ich wünsche es mir.
- Das Bundeskanzleramt (unter der Leitung von Thomas de Maizière, CDU) veröffentlicht vor Beginn der Koalitionsgespräche, aber nach der Wahl, die Meldung, dass bis 2013 40 Milliarden Euro gespart werden müssten. Warum nicht vor der Wahl? Warum nicht nach den Koalitionsgesprächen?
- Ganz kurz vor der Wahl veröffentlicht das Innenministerium (unter der Leitung des für diese Inhalte berühmt-berüchtigten Wolfgang Schäuble, ebenfalls CDU) ein angeblich nicht vollständig "genehmigtes" Papier mit überaus weitreichenden Forderungen und Wünschen für die deutschen Geheimdienste, die mich doch sehr an vergangene deutsche - sagen wir - Systeme erinnern. Warum wird eine solche "Wunschliste" mit provokanten Forderungen so zeitnah vor einer Wahl veröffentlicht, in der zwei Parteien vermutlich miteinander koalieren wollen, die zum Thema "Innere Sicherheit versus Bürgerrechte" konträre Ziele haben?
Vielleicht urteile ich ja vorschnell. Vielleicht knickt die FDP ja nicht ein. Ich wünsche es mir.
Montag, 28. September 2009
Piraten: Yarr? Yarr!
Das - aus meiner bescheidenen Sicht - denkbar schlechteste Ergebnis der Bundestagswahl 2009 hat sich leider realisiert. Ich habe dabei mal ein wenig mit den Zahlen gespielt, weil ich zwischendurch ehrlich befürchtet hatte, dass die Piraten eine rot/rot/grüne Mehrheit verhindert hätten.
Das Ergebnis: Sie haben es nicht. Die Piraten haben 2 Prozentpunkte der Stimmen geholt. Das ist ausserordentlich beachtlich (und ich habe die Erwähnung dieses Ergebnisses in vielen Medien bisher schmerzlich vermisst). Aber es ist nun mal so, dass der klassische Wähler von CDU bzw. FDP von der Piratenpartei weniger angezogen wird als der klassische Wähler von SPD, den Grünen oder den Linken.
Aber: Selbst wenn die 2%, die die Piraten erreicht haben, den drei zukünftigen Oppositionspartei zugerechnet werden würden, erreichten diese nur 47,6% der Stimmen, wohingegen die zukünftige Regierung von 48,4% der Stimmen unterstützt worden ist.
Mit anderen Worten: "Schuld" an dem Desaster Schwarz-Gelb, das wir nun voraussichtlich vier Jahre überstehen müssen haben nicht die Piraten und ihre Wähler, sondern die Nicht-Wähler und die Wähler, die bereit waren, unsinnigen Versprechungen über Steuerentlastungen in Zeiten hoher Staatsverschuldung Vertrauen zu schenken.
Mit anderen Worten: Meinen herzlichen Glückwunsch an die Piratenpartei: Ein tolles Ergebnis!
Das Ergebnis: Sie haben es nicht. Die Piraten haben 2 Prozentpunkte der Stimmen geholt. Das ist ausserordentlich beachtlich (und ich habe die Erwähnung dieses Ergebnisses in vielen Medien bisher schmerzlich vermisst). Aber es ist nun mal so, dass der klassische Wähler von CDU bzw. FDP von der Piratenpartei weniger angezogen wird als der klassische Wähler von SPD, den Grünen oder den Linken.
Aber: Selbst wenn die 2%, die die Piraten erreicht haben, den drei zukünftigen Oppositionspartei zugerechnet werden würden, erreichten diese nur 47,6% der Stimmen, wohingegen die zukünftige Regierung von 48,4% der Stimmen unterstützt worden ist.
Mit anderen Worten: "Schuld" an dem Desaster Schwarz-Gelb, das wir nun voraussichtlich vier Jahre überstehen müssen haben nicht die Piraten und ihre Wähler, sondern die Nicht-Wähler und die Wähler, die bereit waren, unsinnigen Versprechungen über Steuerentlastungen in Zeiten hoher Staatsverschuldung Vertrauen zu schenken.
Mit anderen Worten: Meinen herzlichen Glückwunsch an die Piratenpartei: Ein tolles Ergebnis!
Dienstag, 25. August 2009
Pragmatischer Wahlaufruf
Wählt gegen SchwarzGelb!
Denn SchwarzGelb heißt Atom ohne Ausstieg!
Denn SchwarzGelb heißt freie Fahrt für freie Börsen!
Denn SchwarzGelb heißt Grundgesetz darf ausgehebelt werden!
Wer nicht wählt, wählt SchwarzGelb, also wählt!
Wählt das kleinere Übel, wählt gegen SchwarzGelb!
(Mit Dank an Hollarius; leicht modifiziert)
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