Ich nehme Bezug auf diesen Kommentar im General-Anzeiger Bonn.
Die Formulierung von Herrn Lüke, der Täter von Berlin komme "noch
nicht ein mal in Untersuchungshaft" lässt den Schluß zu, dass der
Prügler gar nicht bestraft werden wird. Es ist hier klarzustellen,
welchem Zweck eine Untersuchungshaft dient und welchem nicht. Eine
U-Haft dient nicht der Bestrafung der Täter. Sie hat nichts mit der
Schwere der Schuld zu tun, sondern dient der Verfahrenssicherung, mit
der Ausnahme, dass eine Wiederholungsgefahr ebenfalls ein Grund sein
kann. Im vorliegenden Fall sind die Richter zu dem Schluß gekommen,
dass der Angeklagt wohl nicht fliehen wird. Zudem sind die Beweise
gegen ihn schon eindeutig genug, so dass eine Verdunklungsgefahr
(Vernichtung von Beweismitteln, Beeinflussung von Zeugen) auch nicht
vorliegt. Bleibt die Wiederholungsgefahr: Diese dient normalerweise
Serienstraftätern oder Sexualstraftätern. Es ist nicht zu erwarten,
dass der Angeklagte bis zum Prozess wieder jemanden zusammenschlägt.
Niedrige Beweggründe haben mit Untersuchungshaft übrigens nichts zu
tun. Dies zu unterstellen bringt den Kommentator auf das Niveau einer
Zeitung mit vier großen Buchstaben.
Nun zur Ermordung von Bin Laden. Herr Lüke stellt den Rechtsstaat
anderen Verfassungsprinzipien gegenüber. Dabei vergisst er, dass Bin
Laden vermutlich schon seit Jahren nicht mehr aktiv Terroranschläge
geplant hat, dass somit die Gefahr für die Zivilbevölkerung durch
seinen Tod nicht abnimmt. Im Gegenteil unterschlägt Herr Lüke, dass
durch die Ikonisierung, das vermeintliche Märtyrertum von Bin Laden
und durch Racheakte die Gefahr für die Zivilbevölkerung sogar zunehmen
wird. Um es einmal so zu sagen: Von Bin Laden geht nun mehr Gefahr aus
als zuvor. Sozusagen spricht bei der Abwägung zwischen dem
Rechtsstaatsprinzip und dem Prinzip des Schutzes der Bevölkerung
beides gegen eine Ermordung von Bin Laden.
Die Schuld des Toten ist für Herrn Lüke zweifelsfrei festgestellt.
Sicher ist aus meiner Sicht, dass Bin Laden Terroranschläge verübt
hat. Nicht klar ist, welche genau, immerhin hat er die Beteiligung am
11. September 2001 bestritten und entsprechende Beweisvideos waren
zumindest nie ganz zweifelsfrei. Insofern ist es ein kurzer Prozess,
der Bin Laden gemacht worden ist, zumal das Weiße Haus nun
eingestanden hat, dass Bin Laden unbewaffnet war. Ich kann mir nicht
vorstellen, dass Navy Seals es nicht schaffen würden, einen 53 Jahre
alten unbewaffneten Mann zu überwältigen, ohne ihn zu töten.
Sicherlich kann man nicht höflich anklopfen und einen Haftbefehl
zeigen, aber man hätte ihn gefangen nehmen und verurteilen können. Es
wäre der schwerere Weg gewesen. Aber auch der rechtsstaatlich
korrekte.
Argolas schreibt über dies und jedes mit einem Schwerpunkt auf politischen Unsinn, der verzapft wird.
Donnerstag, 5. Mai 2011
Dienstag, 15. März 2011
Männerverfolgung
Ausschnitt aus zwei Emails:
Hi Michel!
Am [...] abend hat B [Ms Frau] vielleicht eine Girly-Runde hier und ich
muss weg. Du wolltest doch letztens den zweiten Scheibenweltfilm
sehen. Vielleicht ja nicht nur Du? Wie wär's mit [...] abend?
Den Film brächte ich auch mit *zwinker*.
Liebe Grüße,
M
Sehr geehrter Herr M,
in Anbetracht der Tatsache, dass Sie in Ihrer Heimat mit seelischer
Grausamkeit, Folter und real gewordenen Alpträumen rechnen müssen,
bewillige ich Ihnen hiermit Asyl.
Bitte beachten Sie, dass die Aufenthaltsgenehmigung zeitlich
beschränkt und Gegenstand erneuter Überprüfung nach Ablauf Ihrer
Gültigkeitsdauer ist.
In diesem speziellen Fall dürfen Familienangehörige _nicht_ nachgeholt
werden. ;-)
Mit freundlichen Grüßen,
Michel Kangro
Sachbearbeiter Asylanträge
Bundesamt für Flüchtlinge, Asyl und Männerverfolgung, Friesdorf
Freitag, 25. Februar 2011
M. Tyrell besteigt den Eisernen Thron
Dies ist ein Spielbericht über eine Partie "Der Eiserne Thron" mit einigen Regeln der Erweiterung "Die Thronkriege". Achtung, er ist sehr lang geworden. Und vermutlich stellenweise nicht völlig akkurat, da er aus dem Kopf verfasst worden ist. Konkurrenten um den Thron waren Manuel Tyrell, Thorsten Baratheon, Ashwani Lannister und meine Wenigkeit, Michel Stark. (Wir haben gelost. Warum ich trotzdem fast nur Stark spiele, keine Ahnung.) Manuel und ich kennen das Basisspiel, die anderen beiden waren neu, keine hatte bisher mit der Erweiterung gespielt.
Verwendete Regeln:
- Alternative Hauskarten
- Auswahl von drei Hauskarten pro Schlacht, wobei dann eine zufällig bestimmt wird
- Aufdecken von drei Westeros-(Ereignis-)Karten im Voraus.
- Häfen
Die Eröffnung war reichlich untypisch, Baratheon schickte ein Schiff in die Narrow Sea und setzte einen Ritter auf den Twins ab, was Stark davon abhielt, mit voller Macht nach Seagard zu marschieren - normalerweise die naheliegenste Taktik.
Lannister marschierte zwar in den Searoad Marschen und in Blackwater auf, zog sich aber bald wieder zurück. Zu einem Konflikt zwischen Lannister und Tyrell sollte es lange nicht kommen. Zögerlich, aber doch in den nächsten paar Runden, besetzte Lannister die Ironmans Bay mit einem Schiffen und Pyke mit einem Infanteristen.
Stark rekrutierte eine Flotte im Eismeer, erbat sich von Tyrell erfolgreich die Räumung der Sunset Sea und griff daraufhin Lannisters Flotte im Golden Sound an, die sich geschlagen, aber nicht vernichtet, in die Ironmans Bay zurückziehen musste. Es folgten regelmäßige Überfälle der Starks aus dem Golden Sound in die Umgebung, um zu verhindern, dass die Flotte der Lannisters ihre Unterstützung beim Kampf um Seagard bereitstellen könnte.
Währenddessen verbreitete sich Haus Tyrell relativ ungestört unter häufigen Freundschaftsbekundungen an jedermann im Süden und bereitete die Erstürmung von Sunspear vor.
Haus Baratheon und Haus Stark verhandelten lange über den störenden Ritter auf den Twins und die dazugehörige Flotte in der Narrow Sea. Die Flotte zog ab, der Ritter blieb, entgegen der Absprachen. Eine Runde später gewährte Baratheon den Starks den Eisernen Thron - es war ein Gleichstand entstanden und der Throninhaber musste entscheiden - im Gegenzug gegen das Versprechen, dass Stark das Haus Baratheon im Falle eines Gleichstands bevorzugen möge.
Stark konnte das Versprechen nicht halte (bzw. hatte es leichtfertig gegeben), da bei beiden weiteren Bietrunden jeweils nur Stark und Baratheon gleich viel boten. Großmütig gab Baratheon zu, dass Stark in dem Fall ihm nicht den Vortritt lassen müsse - und nahm in der nächsten Runde mit einer starken Flotte zunächst die Narrow Sea und dann die Shivering Sea ein und landete eine mächtige Streitmacht in Karhold an. Außerdem eroberte der Ritter aus den Twins Moat Cailin, das die Starks im Vertrauen auf das Bündnis nur schwach verteidigt gelassen hatten.
Die Rückeroberung erfolgte mit aller Härte des Nordens, aber auch beim eiskalten Zorn der Starks haben diese nur eine begrenzte Anzahl Soldaten, und so war ab diesem Zeitpunkt Seagard nur noch von einem Ritter verteidigt - ein Umstand, den Stark bis zum Ende nicht mehr abstellen konnte. Moat Cailin wurde dauerhaft mit zwei Rittern befestigt, der Ritter mit dem goldenen Hirsch von Baratheon wieder in die Twins verjagt.
Etwas später verließ auch Baratheons Armee Karhold wieder Richtung Süden, da langsam klar würde, dass nicht der angeschlagene Wolf von Winterfell den Thron erobern wurde, sondern dass die Rose von Tyrell kurz vor der vollsten Blüte stand. Nur durch einen Fehler der Tyrells selbst gelang es, ihren Sieg noch einmal zu verhindern, doch das hatten die Lannisters genutzt und ihrerseits nun schon sechs Städte erobert.
Die östliche See war von Norden bis Süden fest in der Hand der Baratheons, bis die Wildlinge kamen und Baratheons Armeen fast gänzlich von der Karte fegten.
Die neunte Runde brach an und es war klar, dass das Spiel auf Messers Schneide stand. Baratheon war geschlagen, seine Burgen so gut wie ungeschützt. Zwar hielt ein trotziges Schiff die Shivering Sea, um den Wolf zu erzürnen, und die wenigen verbleibenden Truppen standen in der Dorne und in Oldtown, das Baratheon kurz zuvor überraschend eingenommen hatte, aber Dragonstone war unverteidigt und in all der Zeit war der rechtmäßige Erbe Roberts nie dazu gekommen, die Königsstadt Kings Landing zu erobern.
Stark war geschwächt von den Grabenkämpfen mit Lannister und den Überfällen von Baratheon und hielt zwar noch den gesamten Norden - außer Flints Finger, um die sich Lannister und Tyrell böse zerstritten haben, aber hatte kaum Möglichkeiten, auf den Süden einzuwirken, in dem die Krone wohl demnächst vergeben werden würde. Nur eine kleine Flotte im Eismeer konnte in den Kampf um Flints Finger eingreifen. Insbesondere war Seagard an Lannister verloren gegangen, als die unruhige See der Flotte der Lannisters erlaubte, den Landangriff zu unterstützen. (Es dürfte keine Plünderung gelegt werden, mit der die Unterstützung hätte verhindert werden können.)
Lannister hielt Riverrun, Seagard, Pyke und Lannisport und hatte auch Harrenhal und Crackclaw Point erobert. In Riverrun war eine riesige Armee versammelt und in der Ironmans Bay eine große Flotte - die Schiffe der Starks im Golden Sound, die diese Flotte in ihre Schranken gewiesen hatte, waren in den Tumulten rund um die Wildlinge verloren gegangen. Die Streitmacht in Crackclaw Point war allerdings zu schwach, um Kings Landing einzunehmen oder jemanden daran ernsthaft zu hindern. Flints Finger schien die siebte Burg zu sein, auf die der Löwe schielte.
Tyrell hatte zwar nur fünf Burgen - Highgarden, Flints Finger, Sunspear, Die Weite und Storms End, hatte aber ziemlich sicher die Möglichkeit, Kings Landing und Dragonstone einzunehmen und niemand hätte ihn daran hindern können.
Aus der Sicht von Haus Stark war der Norden das Zünglein an der Waage und Eddard würde alles dafür tun, dass der keiner der anderen König wird, oder aber wenn, dann so spät und knapp, wie möglich. Daher machte der Wolf knurrend klar, dass er Tyrell zum König machen würde, indem er die Verteidigung bei Flints Finger unterstützt, wenn Lannister dort zu früh angreifen würde. Dafür würde er danach auch den Angriff unterstützen. Zu früh deshalb, weil im Osten eine Flotte der Starks in die Narrow Sea gefahren war und er eine Streitmachte sammelte (1. Bewegung), um Crackclaw Point aus den Hände des Löwen zu winden. (2. Bewegung) Danach hätte der Löwe ruhig eine weitere Burg einnehmen dürfen, ohne zu gewinnen. Und sogar müssen, damit nicht doch die dornische Rose triumphiert.
Der Plan schien perfekt, Lannister war eingeschüchtert und wartete mit seinem Angriff. Aber Tyrell war geschickter und Baratheon schon schwächer, als alle gedacht hatten. Mit einem meisterhaften Angriffszug gelang Tyrell die Eroberung von Kings Landing (1. Bewegung) und Oldtown (2. Bewegung), noch bevor die Flotte der Starks Crackclaw Point erreichten und lange bevor die Flints angegriffen würden. Der Macht von sieben vereinigten Städten und Festungen konnten sich die Häuser nicht entziehen und erklärten Manuel Tyrell zum König der Sieben Königslande.
Verwendete Regeln:
- Alternative Hauskarten
- Auswahl von drei Hauskarten pro Schlacht, wobei dann eine zufällig bestimmt wird
- Aufdecken von drei Westeros-(Ereignis-)Karten im Voraus.
- Häfen
Die Eröffnung war reichlich untypisch, Baratheon schickte ein Schiff in die Narrow Sea und setzte einen Ritter auf den Twins ab, was Stark davon abhielt, mit voller Macht nach Seagard zu marschieren - normalerweise die naheliegenste Taktik.
Lannister marschierte zwar in den Searoad Marschen und in Blackwater auf, zog sich aber bald wieder zurück. Zu einem Konflikt zwischen Lannister und Tyrell sollte es lange nicht kommen. Zögerlich, aber doch in den nächsten paar Runden, besetzte Lannister die Ironmans Bay mit einem Schiffen und Pyke mit einem Infanteristen.
Stark rekrutierte eine Flotte im Eismeer, erbat sich von Tyrell erfolgreich die Räumung der Sunset Sea und griff daraufhin Lannisters Flotte im Golden Sound an, die sich geschlagen, aber nicht vernichtet, in die Ironmans Bay zurückziehen musste. Es folgten regelmäßige Überfälle der Starks aus dem Golden Sound in die Umgebung, um zu verhindern, dass die Flotte der Lannisters ihre Unterstützung beim Kampf um Seagard bereitstellen könnte.
Währenddessen verbreitete sich Haus Tyrell relativ ungestört unter häufigen Freundschaftsbekundungen an jedermann im Süden und bereitete die Erstürmung von Sunspear vor.
Haus Baratheon und Haus Stark verhandelten lange über den störenden Ritter auf den Twins und die dazugehörige Flotte in der Narrow Sea. Die Flotte zog ab, der Ritter blieb, entgegen der Absprachen. Eine Runde später gewährte Baratheon den Starks den Eisernen Thron - es war ein Gleichstand entstanden und der Throninhaber musste entscheiden - im Gegenzug gegen das Versprechen, dass Stark das Haus Baratheon im Falle eines Gleichstands bevorzugen möge.
Stark konnte das Versprechen nicht halte (bzw. hatte es leichtfertig gegeben), da bei beiden weiteren Bietrunden jeweils nur Stark und Baratheon gleich viel boten. Großmütig gab Baratheon zu, dass Stark in dem Fall ihm nicht den Vortritt lassen müsse - und nahm in der nächsten Runde mit einer starken Flotte zunächst die Narrow Sea und dann die Shivering Sea ein und landete eine mächtige Streitmacht in Karhold an. Außerdem eroberte der Ritter aus den Twins Moat Cailin, das die Starks im Vertrauen auf das Bündnis nur schwach verteidigt gelassen hatten.
Die Rückeroberung erfolgte mit aller Härte des Nordens, aber auch beim eiskalten Zorn der Starks haben diese nur eine begrenzte Anzahl Soldaten, und so war ab diesem Zeitpunkt Seagard nur noch von einem Ritter verteidigt - ein Umstand, den Stark bis zum Ende nicht mehr abstellen konnte. Moat Cailin wurde dauerhaft mit zwei Rittern befestigt, der Ritter mit dem goldenen Hirsch von Baratheon wieder in die Twins verjagt.
Etwas später verließ auch Baratheons Armee Karhold wieder Richtung Süden, da langsam klar würde, dass nicht der angeschlagene Wolf von Winterfell den Thron erobern wurde, sondern dass die Rose von Tyrell kurz vor der vollsten Blüte stand. Nur durch einen Fehler der Tyrells selbst gelang es, ihren Sieg noch einmal zu verhindern, doch das hatten die Lannisters genutzt und ihrerseits nun schon sechs Städte erobert.
Die östliche See war von Norden bis Süden fest in der Hand der Baratheons, bis die Wildlinge kamen und Baratheons Armeen fast gänzlich von der Karte fegten.
Die neunte Runde brach an und es war klar, dass das Spiel auf Messers Schneide stand. Baratheon war geschlagen, seine Burgen so gut wie ungeschützt. Zwar hielt ein trotziges Schiff die Shivering Sea, um den Wolf zu erzürnen, und die wenigen verbleibenden Truppen standen in der Dorne und in Oldtown, das Baratheon kurz zuvor überraschend eingenommen hatte, aber Dragonstone war unverteidigt und in all der Zeit war der rechtmäßige Erbe Roberts nie dazu gekommen, die Königsstadt Kings Landing zu erobern.
Stark war geschwächt von den Grabenkämpfen mit Lannister und den Überfällen von Baratheon und hielt zwar noch den gesamten Norden - außer Flints Finger, um die sich Lannister und Tyrell böse zerstritten haben, aber hatte kaum Möglichkeiten, auf den Süden einzuwirken, in dem die Krone wohl demnächst vergeben werden würde. Nur eine kleine Flotte im Eismeer konnte in den Kampf um Flints Finger eingreifen. Insbesondere war Seagard an Lannister verloren gegangen, als die unruhige See der Flotte der Lannisters erlaubte, den Landangriff zu unterstützen. (Es dürfte keine Plünderung gelegt werden, mit der die Unterstützung hätte verhindert werden können.)
Lannister hielt Riverrun, Seagard, Pyke und Lannisport und hatte auch Harrenhal und Crackclaw Point erobert. In Riverrun war eine riesige Armee versammelt und in der Ironmans Bay eine große Flotte - die Schiffe der Starks im Golden Sound, die diese Flotte in ihre Schranken gewiesen hatte, waren in den Tumulten rund um die Wildlinge verloren gegangen. Die Streitmacht in Crackclaw Point war allerdings zu schwach, um Kings Landing einzunehmen oder jemanden daran ernsthaft zu hindern. Flints Finger schien die siebte Burg zu sein, auf die der Löwe schielte.
Tyrell hatte zwar nur fünf Burgen - Highgarden, Flints Finger, Sunspear, Die Weite und Storms End, hatte aber ziemlich sicher die Möglichkeit, Kings Landing und Dragonstone einzunehmen und niemand hätte ihn daran hindern können.
Aus der Sicht von Haus Stark war der Norden das Zünglein an der Waage und Eddard würde alles dafür tun, dass der keiner der anderen König wird, oder aber wenn, dann so spät und knapp, wie möglich. Daher machte der Wolf knurrend klar, dass er Tyrell zum König machen würde, indem er die Verteidigung bei Flints Finger unterstützt, wenn Lannister dort zu früh angreifen würde. Dafür würde er danach auch den Angriff unterstützen. Zu früh deshalb, weil im Osten eine Flotte der Starks in die Narrow Sea gefahren war und er eine Streitmachte sammelte (1. Bewegung), um Crackclaw Point aus den Hände des Löwen zu winden. (2. Bewegung) Danach hätte der Löwe ruhig eine weitere Burg einnehmen dürfen, ohne zu gewinnen. Und sogar müssen, damit nicht doch die dornische Rose triumphiert.
Der Plan schien perfekt, Lannister war eingeschüchtert und wartete mit seinem Angriff. Aber Tyrell war geschickter und Baratheon schon schwächer, als alle gedacht hatten. Mit einem meisterhaften Angriffszug gelang Tyrell die Eroberung von Kings Landing (1. Bewegung) und Oldtown (2. Bewegung), noch bevor die Flotte der Starks Crackclaw Point erreichten und lange bevor die Flints angegriffen würden. Der Macht von sieben vereinigten Städten und Festungen konnten sich die Häuser nicht entziehen und erklärten Manuel Tyrell zum König der Sieben Königslande.
Montag, 17. Januar 2011
Bus(fahrer)ver(w)irrungen oder die blöden Busse Bonns
Entschuldigt die vielen Klammern im Titel.
Ich hatte es heute etwas eilig, nachmittags aus Friesdorf zum Kindergarten zu kommen. Die 612 hatte prompt 10 Minuten Verspätung, was immer den netten Effekt hat, dass aus einem durchschnittlich 10-minütigen Takt eine Busverbindung wird, bei der alle 20 Minuten zwei Busse kommen, einer voll, einer leer. Da könnte man meiner Meinung nach durchaus auch einfach einen der Busse weglassen, den Takt auch offiziell auf 20 Minuten stellen und das Geld sparen - oder an anderer Stelle eine nötige Buslinie aufstocken.
Der Rückweg war dann aber noch spaßiger:
Kurz vor der Abfahrtszeit laut Fahrplan sahen Hannah und ich den Bus schon an der letzten Ampel vor der Haltestelle stehen. Ich habe mir also Hannah geschnappt, natürlich mit Martin vorm Bauch und der Kindergartentasche auf der Schulter, und bin losgerannt. (Finden die Kinder meist spaßig, ich weniger.) Die Ampel war länger rot, so dass ich tatsächlich rechtzeitig an der Haltestelle ankam, Hannah absetzte und ... dem vorbeibrausenden Bus noch nachschauen dürfte. Wohlgemerkt, die Straße an der Stelle ist gerade, der Bus stand die ganze Zeit in Sicht an der roten Ampel keine 500 Meter die Straße hinunter und hatte gute Gelegenheit zu sehen, dass da jemand sein Kind hochgenommen hat und besagte keine 500 Meter gerannt ist und an der Haltestelle anhält.
Nachdem ich zu Hause war - der nächste Bus hat mich dann mitgenommen - und die Kinder versorgt waren, habe ich den Stadtwerken eine durchaus nette Mail geschrieben.
Hierzu passt vielleicht noch eine Geschichte, die ich neulich - zugegebenermaßen Hörensagen - von unseren Mietern gehört habe. Da ist ein Mädchen von zwölf Jahren von einer 14-jährigen mit Schlagring krankenhausreif geschlagen worden - schlimme Geschichte, aber auch andere Geschichte. Jedenfalls hat sich das Opfer mit blutüberströmtem Kopf in einen Bus 'gerettet' und hat dort den Busfahrer um Hilfe gebeten. Der Arsch - da entschuldige ich mich nicht für - hat das mit dem Kommentar, er müsse sich auf den Verkehr konzentrieren und könne jetzt nicht, verweigert.
Ich habe ja ein gewisses - eher wenig, aber naja - Verständnis dafür, dass unbeteiligte Passanten nicht von sich aus helfen. Aber wenn man als Busfahrer in der relativen Sicherheit des eigenen Busses von einem blutenden, zwölfjährigen Mädel um Hilfe gebeten wird, dann hat man verdammt noch mal nicht mehr Bus zu fahren, sondern zu helfen. Einmal die Polizei und/oder einen Krankenwagen rufen hätte es ja getan, mehr wäre nicht nötig, aber einfach nichts tun ist arschig und der Typ gehört für mich irgendwie bestraft. Grrr. So, jetzt bin ich etwas abreagiert auf die blöden Busse Bonns.
Ich hatte es heute etwas eilig, nachmittags aus Friesdorf zum Kindergarten zu kommen. Die 612 hatte prompt 10 Minuten Verspätung, was immer den netten Effekt hat, dass aus einem durchschnittlich 10-minütigen Takt eine Busverbindung wird, bei der alle 20 Minuten zwei Busse kommen, einer voll, einer leer. Da könnte man meiner Meinung nach durchaus auch einfach einen der Busse weglassen, den Takt auch offiziell auf 20 Minuten stellen und das Geld sparen - oder an anderer Stelle eine nötige Buslinie aufstocken.
Der Rückweg war dann aber noch spaßiger:
Kurz vor der Abfahrtszeit laut Fahrplan sahen Hannah und ich den Bus schon an der letzten Ampel vor der Haltestelle stehen. Ich habe mir also Hannah geschnappt, natürlich mit Martin vorm Bauch und der Kindergartentasche auf der Schulter, und bin losgerannt. (Finden die Kinder meist spaßig, ich weniger.) Die Ampel war länger rot, so dass ich tatsächlich rechtzeitig an der Haltestelle ankam, Hannah absetzte und ... dem vorbeibrausenden Bus noch nachschauen dürfte. Wohlgemerkt, die Straße an der Stelle ist gerade, der Bus stand die ganze Zeit in Sicht an der roten Ampel keine 500 Meter die Straße hinunter und hatte gute Gelegenheit zu sehen, dass da jemand sein Kind hochgenommen hat und besagte keine 500 Meter gerannt ist und an der Haltestelle anhält.
Nachdem ich zu Hause war - der nächste Bus hat mich dann mitgenommen - und die Kinder versorgt waren, habe ich den Stadtwerken eine durchaus nette Mail geschrieben.
Hierzu passt vielleicht noch eine Geschichte, die ich neulich - zugegebenermaßen Hörensagen - von unseren Mietern gehört habe. Da ist ein Mädchen von zwölf Jahren von einer 14-jährigen mit Schlagring krankenhausreif geschlagen worden - schlimme Geschichte, aber auch andere Geschichte. Jedenfalls hat sich das Opfer mit blutüberströmtem Kopf in einen Bus 'gerettet' und hat dort den Busfahrer um Hilfe gebeten. Der Arsch - da entschuldige ich mich nicht für - hat das mit dem Kommentar, er müsse sich auf den Verkehr konzentrieren und könne jetzt nicht, verweigert.
Ich habe ja ein gewisses - eher wenig, aber naja - Verständnis dafür, dass unbeteiligte Passanten nicht von sich aus helfen. Aber wenn man als Busfahrer in der relativen Sicherheit des eigenen Busses von einem blutenden, zwölfjährigen Mädel um Hilfe gebeten wird, dann hat man verdammt noch mal nicht mehr Bus zu fahren, sondern zu helfen. Einmal die Polizei und/oder einen Krankenwagen rufen hätte es ja getan, mehr wäre nicht nötig, aber einfach nichts tun ist arschig und der Typ gehört für mich irgendwie bestraft. Grrr. So, jetzt bin ich etwas abreagiert auf die blöden Busse Bonns.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Koptische Christen
Gerade eben habe ich im Radio gehört, dass ein ägyptischer Polizist (wohl ohne im Dienst zu sein?) in einem Zug auf eine Gruppe koptischer Christen geschossen und dabei einen von ihnen getötet hat. In der Sylvesternacht gab es ja schon einen Anschlag auf eine Kirche, bei der mehr als 20 Christen getötet worden sind.
Der Aufschrei in der westlichen Welt ist in meinen Augen unverhältnismäßig laut. Die Christenverfolgung wird jetzt vehement angeklagt von - genau, von Christen. Natürlich ist das richtig. Christenverfolgung ist verdammt. (Nein, da fehlt kein Wort. ;-) ) Aber ebenso ist es Muslimenverfolgung, Buddhistenverfolgung, Türkenverfolgung oder sonst eine Verfolgung von Menschen auf Grund von Religion, Nationalität, Rasse oder sonst etwas.
Daher sollte die westliche Welt jetzt, wo Christen das Ziel von Anschlägen sind, meiner Meinung nach ihre Worte mit sehr viel Bedacht wählen oder zumindest viel mehr Verallgemeinern.
Der Aufschrei in der westlichen Welt ist in meinen Augen unverhältnismäßig laut. Die Christenverfolgung wird jetzt vehement angeklagt von - genau, von Christen. Natürlich ist das richtig. Christenverfolgung ist verdammt. (Nein, da fehlt kein Wort. ;-) ) Aber ebenso ist es Muslimenverfolgung, Buddhistenverfolgung, Türkenverfolgung oder sonst eine Verfolgung von Menschen auf Grund von Religion, Nationalität, Rasse oder sonst etwas.
Daher sollte die westliche Welt jetzt, wo Christen das Ziel von Anschlägen sind, meiner Meinung nach ihre Worte mit sehr viel Bedacht wählen oder zumindest viel mehr Verallgemeinern.
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